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Fahrrad & Zubehör - Sport & Fitness



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In der Kategorie Fahrrad & Zubehör haben wir 12089 Artikel für Sie.

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Herst.-Artikelnr.: EAN: 4032191817927
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Herst.-Artikelnr.: EAN: 4032191817934
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Das Vorurteil verabschiedet sich langsam, dass Elektrofahrräder nur für Ältere und Reha-Patienten geeignet seien. Und das ist gut so. Die Vielzahl der Typen reicht mittlerweile bis ins Mountain-Bike-Sortiment. Teilweise erforderlicher Mofa-Führerschein, Helmpflicht und Mindestalter zeugen zweifelsfrei von der Schnittigkeit der E-Bikes. So eine Unterstützung beim Radeln mit Elektromotor erhebt das herkömmliche Tretrad neben dem Bequemlichkeitseffekt zu einem der schnelleren innerstädtischen Verkehrsmittel. Neben dem angesprochenen Angebot hat sich in der Unterteilung sowie den Begrifflichkeiten bereits ein verwirrender Dschungel ausgebreitet, der nachfolgend gelichtet werden soll.

Worin liegen die Unterschiede zwischen Elektrofahrrad, Pedelec und E-Bike – und einem normalen Fahrrad?

Die Sammelbezeichnung für Fahrräder mit einem Elektromotor als Zusatzantrieb heißt Elektrofahrrad, auch Elektrorad oder Elektrovelo. Pedelecs als Unterkategorie bezeichnen Räder, die normalen Fahrrädern gleichgestellt sind und den Muskeln nur Motorhilfe zur Seite stellen, wenn der Fahrer oder die Fahrerin in die Pedale tritt. Die Abkürzung Pedelec steht für Pedal Electric Cycle. Dabei existieren zwei Gruppen von Pedelecs: Begrenzte Tretunterstützung bis 25 km/h bzw. 250 Watt leisten normale Pedelecs, wohingegen so genannte S-Pedelecs bzw. die S-Klasse Tretunterstützung bis 45 km/h geben. Die zulässige Höchstleistung liegt bei 500 Watt. Im Gebrauch fast gleich den normalen Pedelecs, zählt die S-Klasse damit zu den Kleinkrafträdern und erfordert einen Mofa-Führerschein, eine Versicherung, jedoch keinen Helm. Es besteht de facto ein Mindestalter von 15 Jahren, das Versicherungskennzeichen ist kostenpflichtig.

Einen Sonderfall stellen Pedelecs mit einer Anfahrhilfe bis 6 km/h dar, wofür eine Mofaprüfbescheinigung benötigt wird. Laut Straßenverkehrsordnung besteht Helmpflicht für Krafträder mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 20 km/h. Sobald der Zusatzantrieb unabhängig vom Treten in die Pedale zur Verfügung steht, spricht man von E-Bikes. Bei diesen Leichtmofas mit höchstens 20 km/h wird der Elektroantriebs durch einen Drehgriff oder Schaltknopf betätigt und weist eine maximale Leistung von 500 Watt auf. Helmpflicht besteht nicht, wohl aber sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und mindestens eine Mofa-Prüfbescheinigung vorgeschrieben.

E-Bikes im weiteren Sinne können den E-Rollern zugerechnet werden, da sie über gar keinen Tretantrieb mehr verfügen. Bis 45 km/h gelten sie als Kleinkraftrad, darüber als Motorrad. Somit können E-Bikes nur auf Radwegen verkehren, wenn diese für Mofas frei sind. Auch das für Fahrräder sowie Pedelecs zulässige Fahren in Gegenrichtung in Einbahnstraßen sowie das Transportieren von Kleinkindern in Anhängern bleibt E-Bikes verwehrt. Außerdem gilt für E-Biker eine strengere Promillegrenze als für Fahrradfahrer.

Warum sollte ich meinen Muskeln helfen?

Elektrofahrräder verschieben die eigene Leistungsgrenze nach oben und erweitern den jeweiligen Aktionsradius. Das heißt, sie gleichen nicht bloß Leistungseinbußen aus – Elektrofahrräder erschließen größere Reichweiten, erleichtern das Anfahren, Lasttransporte bzw. das Radeln in bergigem Terrain. Dementsprechend sind sie für touristische Zwecke ein Gewinn. Gewerbliche Nutzungen für Rettungsdienste, Postkuriere oder Polizei kommen mit E-Rad in Mode. Aber auch im privaten tagtäglichen Gebrauch, das heißt zur Arbeit wie in der Freizeit gleichermaßen, verringert der zusätzliche Elektroantrieb die Anstrengung beim Radeln – vom Hobby- und Gelegenheitsradler (fast) zum Radsportler. Auf Pedelecs hat man seinen eigenen „Rückenwind“ dabei und steuert auf kürzeren Entfernungen in der Stadt das durchschnittlich schnellste Fahrzeug.

Die Vorbehalte rühren vom anfänglich wenig begeisterungsfähigen Design sowie den mittlerweile überwundenen Schwierigkeiten der Akkus. Moderne Elektrofahrräder sind heute mit bewährten Traktionsbatterien ausgestattet, deren Reichweite und Lebensdauer erheblich gesteigert ist. Zugleich wurde der Memoryeffekt überwunden. Die überzeugendste Betriebssicherheit und Leistungsdichte, gepaart mit kürzeren Ladezyklen, weisen die seit sechs Jahren verfügbaren Lithium-Eisen-Phosphat-Akkus auf. Trotzdem dauert das Aufladen je nach Modell drei bis sechs Stunden.

Zusammenfassend ergeben sich wohl drei Kontras für den Kauf eines Elektrofahrrads: Jede Akkukapazität ist beschränkt und damit auch die Reichweite. Wird der Elektroantrieb stark in Anspruch genommen, verstärkt sich dieses Dilemma. Und die Ladedauer ist zeitlich nicht mit dem Auftanken an der Tankstelle vergleichbar. Außerdem ist der Akku nach ungefähr 1.000 Ladezyklen erschöpft und muss ersetzt werden. Zu guter Letzt können Elektrofahrräder nicht mit dem Niederpreissegment normaler Räder konkurrieren – der komfortable „Rückenwind“ hat seinen Preis bzw. sind billigere Fabrikate mit Bleiakku nachhaltig weniger leistungsstark. Elektroräder kosten im Schnitt 1.000 Euro, Maximum 3.000 Euro, Schnäppchen 600 Euro.

Auf der Pro-Seite muss die mittlerweile recht ausgereifte Technik genannt werden. Pedelecs sind seit einiger Zeit mit dem GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) erhältlich. Und in China verdrängen Elektrofahrräder nicht ohne Grund die guten alten Drahtesel. Der Motor ist klein und unauffällig. Im Tretlager montiert heißt er Mittelmotor. Alternativ gibt es Nabenmotoren. Da die Akkus häufig abnehmbar sind, kann mit der Anschaffung eines Wechselakkus (bis zu 500 Euro) eine lückenlose Versorgung des Elektroantriebs erreicht werden.

Fazit – Fahrrad oder E-Bike?

Weniger schwitzen, weiter kommen! Elektrofahrräder steigern den Komfort beim Radeln und können das ein oder andere Auto überflüssig machen. Denn sie sind mit durchschnittlich 25 oder über 30 km/h im Nahverkehr echte Flitzer. Auch einem dünn frequentierten ÖPNV können sie ein Schnippchen schlagen. Überall da, wo Fahrstrecken windanfällig, mit Steigungen gespickt oder für das individuelle Leistungsniveau zu anstrengend sind, hilft der zusätzliche Elektroantrieb auf die Sprünge. Diese Unterstützung ist als legales Doping prinzipiell für jede Alters- und Zielgruppe interessant – es sei denn, man ist mit seiner Muskelleistung zufrieden und möchte weiter ausschließlich strampeln.


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